Vorschau 30. Spieltag: VfB Stuttgart – Union Berlin

Vorschau 30. Spieltag: VfB Stuttgart - FC Union Berlin. Bild: Thomas Starke/Bongarts/Getty Images

Vorschau 30. Spieltag: VfB Stuttgart – FC Union Berlin. Bild: Thomas Starke/Bongarts/Getty Images

Disclaimer: Mit Beginn des Spiels gegen den FC Union Berlin startet das Tragische Dreieck mit einer einheitlichen Spieltagsübersicht zu jedem folgenden Spiel des VfB Stuttgart. Einheitlich bedeutet: Es wird wiederkehrende Rubriken geben, die es vor dem jeweiligen Spiel abzuarbeiten gilt. Am Ende dieses Postings könnt ihr abstimmen, wie euch die Idee gefällt – noch mehr hilft ein Kommentar am Ende mit euren Vorschlägen zur Verbesserung. Und jetzt viel Spaß!


Ausgangslage

Auf und nieder, immer wieder. Die Rückrunde des VfB liest sich wie ein schlechter Schlager. Super-super-super Serie zum Start, schmerzliche Durststrecke danach, nun wieder zwei Siege in Folge. Konstanz sieht anders aus, und eben diese gilt es in den verbleibenden fünf Spielen abzuliefern. Drei Punkte sind es bis zu Union (3.) und Braunschweig (4.), bei ähnlichem Torverhältnis. Das zeigt: Siege gegen Union und in Kürze in Hannover könnten entscheidend sein. Weh tun vor allem die 21 Gegentore, die der VfB in der Hinrunde gefangen hat – gegen Ende der Rückrunde sieht es mit 11 Gegentoren bereits besser aus.

Auf dem Platz

Nach dem Sieg im emo-style gegen Arminia Bielefeld konzentrierte sich rund um den VfB fast alles auf zwei Spieler: Mit Simon Terodde gibt es in Stuttgart gefühlt den ersten Torjäger seit Fritz Walter, tatsächlich aber wohl seit Mario Gomez. Tja, und dann gibt es den rumänischen Phönix, Alexandru Maxim. Der ist spätestens seit seinem 45-Meter-Tor in bester Alex-Alves-Manier (Gott habe ihn selig) gegen die Arminia wieder in aller Munde statt unter Asche verborgen. Vor dem Spiel gegen Union gab es von Hannes Wolf ein „großes Kompliment“ – vor allem für seine Einstellung zuletzt. Hand aufs Herz: Wer hätte gedacht, dass Maxim in dieser Saison noch einmal von Anfang an spielen wird? Gegen Union dürfte das der Fall sein, denn nach muskulären Problemen ist er Ende der Woche wieder ins Trainings eingestiegen. Einzige Frage deshalb: Wird es erneut ein 4-4-1-1 geben, oder folgt eine neuerliche taktische Umstellung zum 4-2-3-1? Rein personell wird sich zu Recht wenig tun.

Neben dem Platz

Erfolg weckt Begehrlichkeiten. Und mit Ende der Saison sprießen die ersten Gerüchte auch in Stuttgart. So hat angeblich der AS Rom laut dem Corriere dello Sport Interesse an Timo Baumgartl als Talent für die Zukunft. Das dürfte ziemlich halbgar sein, soll aber hier mal als erstes Beispiel für den Fluch der guten Tat herhalten. Baumgartl wird nicht der einzige sein, der – Aufstieg hin oder her – für andere Vereine interessant sein wird. Wie und ob es mit Carlos Mané beim VfB weiter gehen wird, steht noch völlig in den Sternen. Gute Nachrichten für die Stuttgarter Fanszene: Zwei große Choreos innerhalb von zwei Wochen auf die Beine zu stellen – Hut ab vor der Cannstatter Kurve, allen voran dem Commando Cannstatt. Gute Nachrichten von der DFL (es kann also nicht um den Spielplan gehen): Der VfB bekommt die Lizenz für die kommende Saison ohne Auflagen. Dazu Finanzvorstand Stefan Heim: „Das zeigt, das wir trotz des Abstiegs gut gewirtschaftet haben.“ Eine Aussage, so blutleer wie wahr.

Und der Gegner so?

Man hatte kurz das Gefühl: Union könnten die Nerven durchgehen – Stichwort: „Scheiße, wir steigen auf.“ Nach einem 2:2 gegen Fortuna Düsseldorf, das der Union-Taktik-Blog Eiserne Ketten als taktisch und spielerisch schwächste Saisonleistung bezeichnete, folgte der Befreiungsschlag gegen den 1. FC Kaiserslautern (3:1). Und so geht es für Union – ungewohnt für diese Jahreszeit, wie uns das Textilvergehen versichert, – plötzlich noch um was. Genauer gesagt um den Aufstieg. Von außen betrachtet hat man den Eindruck: Bei Union passt das Gesamtgefüge der Mannschaft ziemlich gut. Angefangen von Toni Leistner über Felix Kroos hin zu Steven Skrzybski und Sebastian Polter. Das sind nicht nur individuell gute Spieler, sie scheinen vor allem Bock auf Union zu haben.

Dauerbrenner Ausgliederung

Zumindest bis das Thema (vorerst) erneut durch ist, wird es an dieser Stelle immer wieder um die mögliche Ausgliederung einer AG gehen. Dazu ist jedoch auch noch ein ausführlicheres Stück vom Tragischen Dreieck geplant. Entschieden wird in der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 1. Juni. Unter der Woche wurden erste Zahlen bekannt. Demnach würde Daimler mit 41,5 Millionen Euro einsteigen und dafür 11,75 Prozent der Anteile erhalten. Vorausgesetzt, andere Sponsoren würden ähnliche Summen investieren, scheinen derzeit die angepeilten 100 Milionen Euro für 24,9 Prozent also erreichbar. Man darf dennoch fragen: Sind diese 41,5 Millionen Euro denn wirklich so ein großer Vertrauensbeweis von Daimler wie es den Fans alle beteiligten Seiten glauben machen wollen oder ist diese Summe für ein Neuntel der Anteile an einem immerhin namhaften Verein mit großer Fanbasis allenfalls vertretbarer Durchschnitt?

Zitat der Woche

In der ersten Liga ist es jedoch schon ein anderes Spiel. Alles muss noch schneller gehen, aber auf der anderen Seite sind die Tore da genauso groß wie in der zweiten oder in der dritten Liga.Fritz Walter, in den Stuttgarter Nachrichten über Simon Terodde

Tweet der Woche

Weiter, immer weiter – was die anderen schreiben

Nochmal zurück zum Thema Ausgliederung. Hier lohnt ein Blick in die Berliner MorgenpostDort hat Uwe Bremer aufgeschrieben, wie der Standort Berlin für Hertha BSC (sorry, Union) gleichzeitig Standort-Nachteil und -Vorteil für Investoren ist.

Gefällt euch die Idee der Spieltagsvorschau?

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